Sunday, January 15, 2012

SMALL AND MARGINAL FARMERS CAN FEED THE WORLD / KleinbäuerInnen können die Welt ernähren

S. Kannaiyan
Green Revolution is the term for the promotion of a corporate led and fossil fuel based capital intensive agriculture which was introduced in India in the 1960s to attain self-sufficiency in food production. The Green Revolution was introduced in two crops: wheat and rice. Another hidden objective of Green revolution was  the United States’ attempt to control the politics of Asia by controlling the wheat and Rice. These two important grains are the main staple food of most Asian countries. International Rice Research Institute (IRRI) was established in Manila, Philippines, by Rockefeller and Ford Foundations to facilitate the American Agenda in the name of Green Revolution and its pretention to help countries to attain self-sufficiency by producing more.  The green revolution facilitated by the government of India was promoted selected few varieties of rice and wheat and propagated the same. The result of the Green Revolution is that hundreds of thousands of different location specific high nutritional Rice and Wheat varieties disappeared and reduced to just 50 cross breed varieties. At the same time, India heavily subsidized Rice and Wheat through its Public Distribution System (PDS)[1]. Hundreds of thousands of different millets which are suitable for rain fed farming also disappeared without any state support.
India has been witnessing starvation and death of people during the last 3-4 decades, while the Food Corporations of India’s (FCI)[2] warehouses were overflowing with grains and 50% of the grains finished rotten by pests and rats. The Supreme Court of India has been intervening to ensure the right to food for children, pregnant mothers, aged, and poor[3].
The solution for hunger, starvation and food crisis is not lying in the corporations’ agricultural technologies and agribusiness models. In fact, the small and marginal peasants can feed themselves and feed the world. Agriculture based on biodiversity, self-reliance, and control over key resources like land, water, seeds and knowledge based on thousands of years of tradition will be the food sovereignty model for the world. Food sovereignty is self-respect coming from self-reliance. The world is mad and not learning any lessons from the greedy corporations and capitalism which is the root cause for the present day crisis. Instead, it is continuing to find solution to poverty and hunger through the ultra modern technologies like genetic engineering, as well as the exploitative and distructive corporate led trade in food and agriculture. People of the world should say a definite No to the corporatization of agriculture, land grabbing and free trade, and say Yes to food sovereignty.                                                                                                                                                                                 


[1] The Public Distribution System (PDS) makes available to consumers rationed quantities of basic products like rice, wheat, sugar, kerosene) at below market prices.

German version of the article.
Translated by Sophie Schaffernicht.

KleinbäuerInnen können die Welt ernähren
S. Kannaiyan
Der Begriff “Grüne Revolution” steht für die Förderung einer - von Konzernen bestimmten und auf fossilen Brennstoffen basierenden - kapitalintensiven Landwirtschaft, welche in Indien in den 1960er Jahren verbreitet wurde, um eine Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln zu ermöglichen.
Die Grüne Revolution wurde bei zwei Kulturpflanzen eingeführt: Weizen und Reis. Ein anderes – weniger offensichtliches - Motiv hinter der Grünen Revolution war der Versuch der USA die Politik Asiens zu kontrollieren, indem sie Weizen und Reis kontrollierten. Diese beiden wichtigen Getreidesorten zählen zu den wichtigsten Grundnahrungsmittel der meisten asiatischen Länder. Das „International Rice Research Institute“ (IRRI) wurde in Manila, Philippinen, von der Rockefeller und der Ford Stiftung eingerichtet, um die amerikanische Agenda im Namen der Grünen Revolution zu erleichtern: Es sollte den Ländern geholfen werden ihr Selbstversorgung durch eine erhöhte Produktion zu ermöglichen. Im Rahmen der Grünen Revolution, welche von Indiens Regierung propagiert wurde, wurden nur einige wenige Reis- und Weizensorten ausgewählt und gefördert. Das Ergebnis der Grünen Revolution ist, dass hunderttausende verschiedene standortspezifische Reis- und Getreidesorten mit hohen Nährwerten verschwunden sind und auf nur fünfzig Kreuzzüchtungen reduziert wurden. Zur gleichen Zeit, subventionierte Indien Reis und Weizen durch das „Public Distribution System“ (PDS).[1] Hunderttausende verschiedene Hirsesorten, die sich für die indische Landwirtschaft eignen würden, sind ebenfalls verschwunden, da es keine staatlichen Unterstützungen gab.
In den letzten dreißig bis vierzig Jahren wurde Indien Zeuge von Hunger und Tod von vielen Menschen, während die Lager der Nahrungsmittelkonzerne (Food Corporations of India)[2] mit Getreide überfüllt waren und 50% des Getreides durch Schädlinge und Ratten sogar faul wurde. Der Oberste Gerichtshof Indiens griff ein, um das Recht auf Nahrung für Kinder, Schwangere, alte und arme Menschen umsetzen zu können.[3]
Die Lösung für Hunger, Hungertote und die Lebensmittelkrise liegt nicht in den landwirtschaftlichen Technologien und den Agrobusiness-Modellen der Konzerne, denn KleinbäuerInnen und marginale BäuerInnen können sich selbst und die Welt ernähren. Landwirtschaft, die auf biologischer Vielfalt basiert, Selbständigkeit und Zugang zu wichtigen Ressourcen wie Land, Wasser, Saatgut und Wissen, welches auf über tausend Jahre alten Traditionen basiert, wird das Ernährungssouveränitäts-Modell für die Welt sein. Ernährungssouveränität ist Selbstrespekt, welcher aus Eigenständigkeit entsteht. Die Welt ist verrückt und zieht keine Lehren aus den Fehlern der gierigen Konzerne und des Kapitalismus, der die Ursache für die heutige Krise ist. Stattdessen wird weiterhin nach Lösungen für Armut und Hunger durch hochmoderne Technologien wie der Gentechnik und dem  - durch Konzerne gesteuerten ausbeuterischen und zerstörerischen - Handel mit Nahrungsmitteln gesucht. Die Menschen der Welt sollten ein klares „Nein“ zur Korporatisierung der Landwirtschaft, dem Landraub und dem freien Handel aussprechen und „Ja“ zur Ernährungssouveränität sagen.                                                                                                                                                                                    


[1] Das “Public Distribution System” (PDS) macht KonsumentInnen gewisse Mengen an Grundnahrungsmitteln (Reis, Weizen, Zucker) unter den Marktpreisen verfügbar.

1 comment:

questnaveen said...


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